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Wallhausen - einst

Die Gemeinde besteht in der jetzigen Form seit dem01. Juli 1974. Neben Wallhausen selbst gehören ihr die ehemals selbständigen Gemeinden Hengstfeld und Michelbach/Lücke an. Hinzu kommen noch die Teilorte Schainbach, Limbach, Asbach, Roßbürg und Schönbronn. So wie die drei Ortschaften bis 1974 eigenständige Gemeinden waren, so verschieden ist auch ihre Geschichte. Wallhausen wurde 1143 als Walehusen, Hengstfeld 1230 als Hengesfeld und Michelbach/Lücke 1245 als Michelnbach erstmals urkundlich erwähnt.
Ort und Gericht Wallhausen gehörten 1386 zur Herrschaft Werdeck und kamen mit dieser 1399 an den Burggrafen von Nürnberg. Der ursprünglich stark zersplitterte Besitz fiel dann nach und nach an Ansbach, das im 18. Jahrhundert schließlich alleiniger Grundherr war. Ortsadel war in der Zeit von 1243 -1386 bekannt, zunächst Dienstleute der Boxberg und Dürn, später der Hohenlohe. Sie verlegten im 13. Jahrhundert ihren Wohnsitz nach Rothenburg.
Rothenburg und Ansbach hatten aber auch auf Hengstfeld und Michelbach/Lücke Einfluß, in Hengstfeld allerdings erst im 15. Jahrhundert. Michelbach/Lücke gehörte um 1300 den Hornberg. Seit 1302 teilweise dem Johanniterspital in Rothenburg, es war Komburgisches Lehen unter Ansbacherischer Schirmherrschaft. Eine Burg war in Hengstfeld bis 1312. Nach dem Aussterben ihrer Ritter kamen die Lehen samt Burg an die Dürre von Crailsheim, 1356 an die Wollmershausen, die bis 1708 den Hauptteil des Ortes innehatten. Das freieigene Rittergut wurde dem Ritterkanton Odenwald inkorporiert, bevor es 1796 unter preußische Landeshoheit kam.
Auch Michelbach/Lücke (Lücke = Durchlaß in der Rothenburger Landhege) war einmal crailsheimerisch. Das Rittergut wurde 1423 als Mannlehen von Komburg an Berlichingen abgegeben, bevor diese es 1601 an Crailsheim verkauft haben. 1631 schließlich kam das Gut als Reichslehen an die Grafen Schwarzenberg. Die hohe Obrigkeit war dabei zwischen Schwarzenberg und Ansbach strittig. Das Judentum spielte in der Gemeinde und besonders in der Ortschaft Michelbach/Lücke eine Rolle. Seit 1710 ist dort eine jüdische Siedlung bekannt. Im 19. Jahrhundert machten die jüdischen Einwohner zeitweise fast 1/3 der Einwohner aus.
Von den wenigen 1933 noch ansässigen Juden kam allerdings ein Teil in der Deportation um. Auch in Hengstfeld waren jüdische Siedlungen, die allerdings um 1900 durch Abwanderung bereits erloschen sind.
Gemeinsamer gestaltete sich die Geschichte der drei Ortschaften ab 1806, als sie gemeinsam nach Bayern fielen und 1810 an Württemberg kamen. Bis 1938 gehörten sie dem Oberamt Gerabronn, bis 1972 dem Landkreis Crailsheim und seither dem Landkreis Schwäbisch Hall an.
Zusammen mit den beiden Nachbargemeinden Kirchberg/Jagst und Rot am See bildet Wallhausen heute den Gemeindeverwaltungsverband "Brettach/Jagst". Es ist verkehrsgünstig sehr gut erschlossen. Die Entfernung zur Autobahn A6 beträgt 2 km, die ortsdurchfahrtfreie Entfernung zur Großen Kreisstadt Crailsheim 11 km. Dorthin bestehen außerdem beste Bus- und Bahnverbindungen. In der Gemeinde ist eine gute Infrastruktur vorhanden, so daß man der Hoffnung Ausdruck geben darf, daß die Entwicklung von Wallhausen auch in Zukunft würdig gedeihe und sich der Geschichte der Vorfahren anschließen.


1931 Dampfwalze in Wallhausen auf der steinernen Brücke
 
 

1930 Festzug des Radfahrvereins
 
 

1931 Hengstfeld          grösser!
 
 

1910 Hengstfeld
 
 

1930 Michelbach
 
 

1935 Schainbach 





Gemeinde Wallhausen • Seestraße 2 • 74599 Wallhausen
Tel. 07955/9381-0 • Fax 07955/9381-26 • eMail rathaus@gemeinde-wallhausen.de