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Bericht - 25.05.2005 zurück

Ab dem 1. Juni 2005 darf kein unbehandelter Klärschlamm mehr auf Deponien verbracht werden. Da auch die Ausbringung des Klärschlamms in der Landwirtschaft wegen der in den Klärschlämmen enthaltenen Schwermetalle und organischen Schadstoffe zunehmend problematischer wird, wird in Zukunft die gesamte Verwertung des Klärschlammes durch Verbrennen in entsprechend ausgerüsteten Müllverbrennungsanlagen oder Kraftwerken erfolgen. Da diese Anlagen oft weit entfernt sind, ist mit dieser Art der Entsorgung ein hoher Transportaufwand verbunden. Als Alternative entwickelten die Stadtwerke Crailsheim in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Transferzentrum Heilbronn das Konzept einer regionalen Anlage zur thermischen Klärschlammbehandlung in Kombination mit einem Biomassekraftwerk. Um dieses Konzept zu erläutern, waren Herr Dipl.-Ing. Hübner von den Stadtwerken und Herr Dipl.-Ing. Gorzawski vom Steinbeis-Transferzentrum in die aktuelle Gemeinderatssitzung gekommen. Die thermische Behandlung der Klärschlämme erfolgt in einer Pyrolyseanlage, in der sie bei einer Temperatur von 500° C unter Luftabschluss verschwelt werden. In diesem Prozess entstehen Pyrolysegase, die zur Stromerzeugung verwendet werden sowie als Reststoffe Sand und Schlacke, die ebenfalls weiterverwertet werden können, z. B. im Straßenbau als Asphaltzusatz. Diese Reststoffe machen nur wenige Prozent des ursprünglichen Klärschlammvolumens aus. Da der Klärschlamm vor der thermischen Behandlung energieintensiv getrocknet werden muss, wird die Anlage mit einem Biomasse-Heizkraftwerk zur Verbrennung von unbelasteten Holzabfällen (Schwach- und Resthölzer, die in der Region z.B. bei der Waldpflege anfallen) kombiniert. Hier entsteht zum einen durch das Verbrennen von Holz Dampf, mit dem über Turbinen Strom erzeugt wird und zum anderen wird mit der dabei entstehenden Abwärme der Klärschlamm getrocknet.

Eine Machbarkeitsstudie für das Projekt, an der sich auch die Gemeinde Wallhausen beteiligt hat, kommt zum Ergebnis, dass das vorgesehene Projekt sowohl technisch als auch betriebswirtschaftlich eine interessante regionale Perspektive darstellt. Die Wertschöpfung aus der Anlage bleibt in der Region und es werden sowohl direkt Arbeitsplätze am Standort (voraussichtlich in einem Gewerbegebiet entlang der A6 bzw. A7) der Anlage geschaffen als auch indirekt bei Zulieferern. Lange Transportwege werden vermieden und für die nach aktuellem Stand 26 voraussichtlich beteiligten Gemeinden wird Planungssicherheit bezüglich der Entsorgung ihrer Klärschlämme geschaffen. Der eingespeiste Strom wird nach dem Gesetz über die erneuerbare Energien gefördert und stellt auf die Zeit von 20 Jahren eine gesicherte wirtschaftliche Grundlage dar.

Diese Argumente überzeugten die Mitglieder des Gemeinderates und so wurde beschlossen, sich dieser Lösung grundsätzlich anzuschließen. Die voraussichtlichen Investitionskosten belaufen sich auf rund 30 Mio. Euro. Die von der Gemeinde Wallhausen angestrebte Beteiligung an dieser Gesellschaft erfolgt über Eigenkapital und einen Bürgschaftsbetrag. Konkret bedeutet dies bei einem Gesellschafteranteil von 2 % eine Kapitaleinlage von 40.000.- €, auf die die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an der Machbarkeitsstudie in Höhe von 2.250.- € angerechnet und bei guter wirtschaftlicher Entwicklung entsprechend verzinst wird. Die Gesellschafterbürgschaft beträgt 180.000.- €.

Der Birnenweg im Baugebiet Zinnhöhe III in Hengstfeld wird erschlossen. Ein Bauplatz konnte bereits verkauft werden. Die Tief-, Straßenbau- und Rohrleitungsarbeiten im Birnenweg wurden an die Firma Steinbrenner/Blaufelden-Wiesenbach zum Bruttoangebotspreis von 57.764,10 € vergeben.

Auch im Naturerlebnisbad schreiten die Bauarbeiten voran. So konnten Lieferung und Einbau der Innentüren im Freibadgebäude an die Firma Holz GmbH/Wallhausen-Hengstfeld zum Bruttoangebotspreis von 16.551.- € vergeben werden.

Sorgen um die wohnortnahe Krankenversorgung bewogen die Mitglieder des Gemeinderates, sich mit einer Resolution zur Erhaltung der Kreiskrankenhäuser Crailsheim und Gaildorf an den Kreistag des Landkreises Schwäbisch Hall zu wenden.

In der anschließenden nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung wurden u.a. Bauangelegenheiten besprochen.

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