Gemeinde Wallhausen

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Bericht - 05.11.2003 zurück

Einmal im Jahr eröffnet Bürgermeister Peter Dietz aus Respekt und Anerkennung für die BlutspenderInnen und die ehrenamtlichen HelferInnen des Deutschen Roten Kreuzes die Gemeinderatssitzung im Stehen, wie das auch in der aktuellen Sitzung der Fall war. Gemeinsam mit Herrn Karl Heinz Schall von der DRK-Bereitschaft Wallhausen, die alljährlich einen Blutspendetermin in Gröningen organisiert und beim Spendetermin in Brettheim mitwirkt, nahm er die Ehrung von mehrmaligen BlutspenderInnen vor. Dabei machte er deutlich, dass es ihm immer ein besonderes Anliegen sei, den BlutspenderInnen den Dank der Gemeinde auszusprechen. Der Blutspendedienst des DRK nehme eine wichtige Aufgabe in der Transplantationsmedizin ein und fördere darüber hinaus die wissenschaftliche Forschung in dem Bestreben, die Sicherheit von Blutprodukten zu optimieren. Zur Sicherstellung der Versorgung mit Blutkonserven sei der Spendedienst neben einer positiven Öffentlichkeit auf das ehrenamtliche Engagement der ehrenamtlichen HelferInnen angewiesen, für deren wichtigen und unersetzlichen Dienst Bürgermeister Dietz seinen herzlichen Dank ausdrückte. Die Blutkonserven in Baden-Württemberg und Hessen reichten für maximal drei Tage aus, weshalb die ständige Beschaffung von Ersatz unabdingbar sei. Aus diesem Grunde sollte es für diejenigen, die dazu gesundheitlich in der Lage seien, eine Verpflichtung darstellen, Blut zu spenden. Während es auf Landesebene in Baden-Württemberg rund 4,5 % der Bevölkerung seien, die Blut spendeten, betrage der Anteil der DRK-Bereitschaft Wallhausen am Spendenaufkommen auf Landkreisebene ca. 8,6 %, ein guter Wert. Dafür gebühre den SpenderInnen ein herzliches Dankeschön. Sie hätten sich über das übliche Maß hinaus für die Gesellschaft eingesetzt.

Abschließend verlas Bürgermeister Dietz die Namen der SpenderInnen um sie gemeinsam mit Herrn Schall im Namen des DRK zu ehren und die Ehrengaben wie folgt zu überreichen:

Die Blutspender-Ehrennadel in Gold für 10maliges Blutspenden erhielten

- Tanja Anderseck
- Sonja Diers
- Annette Garmatter
- Roland Jakel
- Uwe Vogel

Die Blutspender-Ehrennadel in gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl 25 für 25maliges Blutspenden erhielten

- Hildegard Anderseck
- Roland Frey
- Wolfgang Lichtenfeld
- Birgit Szautner.

Zur Beratung über die künftige Gestaltung der Jugendarbeit in der Gemeinde Wallhausen begrüßte Bürgermeister Dietz Jugendreferent Dr. Ulrich Kriehn und Martin Keller-Combé, Referent für Jugendarbeit des Landkreises Schwäbisch Hall. Herr Keller-Combé gab zu Beginn der Beratung einen Überblick über die Angebotsformen der Jugendarbeit und ihre Merkmale sowie die gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Neben den beiden Säulen der verbandlichen Jugendarbeit der Vereine und Verbände und der mobilen Jugendarbeit vor Ort in sozialen Brennpunkten bildet die offene Jugendarbeit in den Jugendräumen die dritte Säule der Jugendarbeit auch der Gemeinde Wallhausen. In der von Jugendreferent Dr. Ulrich Kriehn vorgestellten Konzeption spielt neben dem neuen Jugendhaus in Wallhausen der ebenfalls neu eingerichtete Jugendraum im Untergeschoss des Festsaalgebäudes in Michelbach/Lücke eine wichtige Rolle. In seiner Konzeption hob Herr Kriehn das vielfältige Angebot für Jugendliche in den Vereinen und den Kirchengemeinden und die attraktiven Angebote für Kinder und Jugendliche im sportlichen Bereich wie Skatinganlage und Streetball- und Fußballspielfelder bis hin zum kulturellen Bereich mit der Bücherei hervor. Die neuen Jugendräume werden dieses Angebot noch vergrößern. Im noch nicht offiziell eröffneten Jugendhaus finden seit September bereits Treffpunkte wie der Teenpoint-Treff für Jugendliche von 11-13 Jahren, ein spezieller Mädchentreff ab 14 Jahren, ein Jugendtreff für Jüngere und ein Offener Jugendtreff unter Leitung von Herrn Kriehn und weiterer erfahrener ehrenamtlicher MitarbeiterInnen statt. Auch in Michelbach/Lücke wird das Angebot für die Altersstufe der 12 bis 14jährigen jeweils mittwochs von 16 bis 18 Uhr rege genutzt. Als wünschenswert erachtete es Ulrich Kriehn, wenn sich in Michelbach/Lücke ein zweiter Treff für die 15 bis 18jährigen Jugendlichen entwickeln würde. Auch seitens des Gemeinderates war man der Auffassung, die Nutzung des Jugendraumes in Michelbach/Lücke auch für die Nutzer des alten Jugendraumes, in dem sich jetzt die zweite Kindergartengruppe befindet, zu ermöglichen. Jugendreferent Kriehn wurde deshalb beauftragt, sich gemeinsam mit einem Vertreter dieser Zielgruppe über die zeitliche und inhaltliche Ausgestaltung dieser Nutzung zu verständigen. In der nächsten Zeit wird Jugendreferent Kriehn regelmäßig im vierteljährlichen Rhythmus zu den Sitzungen des Gemeinderates eingeladen, um über die Jugendarbeit zu informieren.

Die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in Wallhausen werden eine attraktive Erweiterung erhalten. Um dies zu ermöglichen beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates, dem Obst- und Gartenbauverein Wallhausen ein Grundstück im Bereich des Lärmschutzwalles zwischen der Hengstfelder Straße und der Frankenstraße/Bebenburger Straße in Wallhausen zu einem Anerkennungsbetrag zu verpachten. Der Obst- und Gartenbauverein wird auf diesem Grundstück eine Gartenanlage mit ca. 15 Schrebergärten und einem Lehrgarten anlegen. Dieser öffentlich zugängliche Lehrgarten soll u.a. die SchülerInnen der Julius-Wengert-Schule und die Mitglieder anderer Gartenbauvereine über aktuelle Trends in der Gartenarbeit informieren, aber auch den übrigen EinwohnerInnen Anregungen für die Gestaltung ihres Grundstückes vermitteln.

Die Arbeit am Naturerlebnisbad Wallhausen nimmt Gestalt an. So begannen die Arbeiten am Regenerationsteich auf der dem Bad gegenüberliegenden Seite des Weidenbaches. Es ist geplant, die Teichfolie im Regenerationsteich noch in diesem Jahr einzubringen. Da diese Arbeiten eine Abschrankung erfordern beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates, dass in diesem Bereich um Kosten zu einzusparen kein üblicher Bauzaun errichtet wird, sondern stattdessen kurzfristig ein einfacher Maschendrahtzaun angebracht wird, der möglichst bald durch den endgültigen Zaun ersetzt wird. Der Auftrag für die Lieferung des Zaunes wurde nach Prüfung des Ergebnisses der öffentlichen Ausschreibung durch das Architekturbüro Grafinger/Bergkirchen an die Firma Bayer/Schnelldorf zur Angebotssumme von 24.337,26 € brutto vergeben. Die Bauausführung erfolgt durch den Gemeindebauhof. Weiter wurde über die zukünftige Nutzung für das bestehende Freibadgebäude beraten, die durch den schlechten baulichen Zustand des Gebäudes erschwert wird. Zudem gilt es, eine Lösung für die Unterbringung des DLRG-Stützpunktes Wallhausen zu finden und für einen möglichen Investor für eine gastronomische Nutzung des Gebäudes eine attraktive Planung vorweisen zu können. Aus diesem Grunde beschloss man, vier Architekturbüros aus der näheren Umgebung einzuladen, eine Planskizze zu erarbeiten und im Gemeinderat vorzustellen.

Zu Beginn der Beratung des Tagesordnungspunktes Feststellung der Jahresrechnung 2002 durch Bürgermeister Peter Dietz und Gemeindekämmerer Jürgen Rosenäcker zitierte der Bürgermeister eine geradezu dramatische Einschätzung der Lage der Kommunen durch den Deutschen Städte- und Gemeindebund:

„Städte und Gemeinden stehen vor dem finanziellen Kollaps“

- Besserung 2003 nicht in Sicht
- Soforthilfen zur Erhaltung der Handlungsfähigkeit unverzichtbar

Die deutschen Städte und Gemeinden befinden sich in der schwersten Finanzkrise seit Gründung der Bundesrepublik. Die Einnahmen brechen weg, die Ausgaben steigen an. Der Finanzierungssaldo befindet sich im freien Fall von + 1,9 Mrd. € im Jahr 2000 auf katastrophale -8 Mrd. € im Jahr 2003. „Eine solche Bilanz hat es in Deutschland noch nicht geben. Es ist bereits fünf nach Zwölf.

Vor diesem Hintergrund fiel das Rechnungsergebnis der Gemeinde Wallhausen des Jahres 2002 insgesamt noch zufrieden stellend aus.

Abschlussergebnis der Gemeinde Wallhausen

Die Jahresrechnung 2002 schließt je in Einnahmen und im laufenden Soll und im Vergleich zum Haushaltsplan 2002 wie folgt ab:

a) Verwaltungshaushalt
Rechnungsergebnis 2002: 5.491.251,33 €
Haushaltsplan 2002: 5.537.663,00 €
Mehreinnahmen/Mehrausgaben: 46.411,67 €

b) Vermögenshaushalt
Rechnungsergebnis 2002: 1.651.168,85 €
Haushaltsplan 2002: 2.406.343,00 €
Mehreinnahmen/Mehrausgaben: 755.174,15 €

c) Gesamthaushalt
Rechnungsergebnis 2002: 7.142.420,18 €
Haushaltsplan 2002: 7.944.006,00 €
Mehreinnahmen/Mehrausgaben: 801.585,82 €

Der Gemeinderat nahm vom Rechnungsabschluss 2002 Kenntnis und stimmte den über- und außerplanmäßigen Ausgaben zu.

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