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Bericht - 07.05.2014 zurück

Die Julius-Wengert-Grundschule soll eine Ganztagesschule werden. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch, dies beim Land zu beantragen. Bürgermeisterin Behr wies darauf hin, dass die Ganztagesbetreuung wichtig für den Bestand der Schule ist, und auch der Bedarf ist vorhanden, wie eine von der Schule durchgeführte Elternbefragung zeigt. Nachdem die Gemeinde im vergangenen Jahr eine Ganztagesgruppe im Kindergarten Schatztruhe in Wallhausen eingerichtet hat, werden die ersten Kinder aus dieser Gruppe bald die Grundschule besuchen und dies mit großer Wahrscheinlichkeit in Ganztagesbetreuung. Die Ganztagesschule soll nicht verpflichtend, sondern als Wahlform betrieben werden, was auch an anderen Grundschulen die Regel ist.
Rektor Frank Meyer stellte dem Gemeinderat die Konzeption für den Ganztagesschulbetrieb vor. Nachdem sich das Land und die kommunalen Landesverbände geeinigt haben, dass auch Grundschulen als Ganztagesschule zugelassen werden, war die Zeit knapp bemessen, um den Antrag für die Zulassung als Ganztagesschule zu stellen. Der Bedarf wurde in einer Elternumfrage ermittelt; 32 % der Eltern haben sich für die Ganztagesschule erklärt, das bedeutet 43 Schüler. Die für die Zulassung als Ganztagesschule erforderliche Schülerzahl von 25 wird damit klar übertroffen. An der Julius-Wengert-Schule beträgt der Anteil Alleinerziehender 25 %. Nicht jede/r Alleinerziehende hat das Glück, dass die Großeltern im Ort wohnen. „Es geht um die Vereinbarkeit von Schule und Beruf verbunden mit dem Ziel, die Entwicklung der Kinder zu unterstützen“, machte Rektor Meyer den Grundgedanken für die Einführung der Ganztagesschule deutlich. Diese Schulform ermöglicht es, zusätzliche Möglichkeiten zur Förderung der SchülerInnen anzubieten, sowohl für leistungsschwache, aber auch für leistungsstarke SchülerInnen. Der Ganztagesschulbetrieb ist ein wichtiger Standortfaktor und ergänzt laut Rektor Meyer optimalen Voraussetzungen an der Schule und dem gegenüberliegenden Kindergarten mit bestehender Ganztagesbetreuung. Weitere Angebote sollen durch die Kooperation mit Vereinen und der Michelbacher Musikschule geschaffen werden.
Der Bedarf für eine Betreuung an vier Wochentagen mit je acht Zeitstunden ist vorhanden, die Schule wird von Montag bis Donnerstag bis 16:00 Uhr geöffnet sein. Dieser Viertagesrhythmus ist für eine Ganztagesschule verbindlich. 25 SchülerInnen werden für den Ganztagesbetrieb benötigt, 43 Meldungen liegen derzeit vor. Der Besuch der Ganztagesschule wird die Eltern außer dem Mittagessen nichts kosten; die Personalkosten werden vom Land getragen, die Verantwortung für die Ausgabe des Mittagessens mit dem dafür erforderlichen Aufsichtspersonal liegt bei der Gemeinde als Schulträger.
Grundvoraussetzung für den Ganztagesschulbetrieb ist ein rhythmischer Tagesablauf, der morgens um 8:00 Uhr beginnt. Wie sich bisher gezeigt hat, ist um 7:00 Uhr, wenn die Schule aufgeschlossen wird, noch kaum ein Kind an der Schule, es ist aber möglich, dass die Kinder schon zu dieser Zeit in die Schule kommen können. Der Unterricht wird in 90-Minuten-Blöcken mit Doppelstunden und Pausen durchgeführt. Nach dem Mittagessen findet die für eine Ganztagesschule zwingend erforderliche Hausaufgabenbetreuung statt, an die sich Interessengemeinschaften wie Wandern, Töpfern und Angebote der Michelbacher Musikschule anschließen. Auch der EDV-Raum der Schule wird genutzt und das Kulturhaus steht für Bewegungsangebote zur Verfügung.
Bürgermeisterin Behr gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die Nachfrage noch steigen wird, wenn das von Rektor Meyer vorgestellte interessante Konzept, dem der Schulbeirat ebenfalls zugestimmt hat, erst einmal umgesetzt ist. Dies ist wichtig für die Zukunft der Schule, bevor Eltern notgedrungen ihre Kinder an anderen Schulen anmelden müssen.
Weiter genehmigte der Gemeinderat die Annahme zweier Spenden (150.- € für die Gestaltung des Vorplatzes am Nebeneingang zum Kindergarten Hengstfeld und ein PKW im Wert von 100.- € für Übungszwecke des THL-Zugs der Freiwilligen Feuerwehr).
Unter dem Tagesordnungspunkt Baugesuche erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen zum Umbau eines Wohn- und Geschäftshauses, Flst. 345, Wallhausen, Mühlweg 2 in Wallhausen.
Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben/ Verschiedenes wurden u. a. die folgenden Angelegenheiten beraten:
Die Straßen im Baugebiet „Gewerbegebiet Grund, 1. Änderung“ erhalten die Namen von Flugpionieren. Dies hatte der Ortschaftsrat Hengstfeld so vorgeschlagen, und der Gemeinderat schloss sich diesem Vorschlag an. Die Namen nehmen Bezug auf den dort im 2. Weltkrieg geplanten Militärflugplatz, mit dessen Bau begonnen worden war, der aber nie in Betrieb ging. Bestehen bleibt die Straße „Am Alten Flugplatz“, die von der Hengstfelder Straße/L 2247 abzweigt und die Verbindung zum Gewerbegebiet „Am Wasserturm“ schafft. Die Straßen im künftigen Wohngebiet werden nach dem amerikanischen Flieger Charles Lindbergh, dem deutschen Flugpionier Otto Lilienthal, der deutschen Fliegerin Elly Beinhorn und nach dem Luftschiffpionier Graf Zeppelin benannt.
Weiter gab Bürgermeisterin Behr bekannt, dass die Hengstfelder Straße in Wallhausen wegen der Verlegung einer Gasleitung in der Zeit vom 07.05.2014 bis 30.06.2014 halbseitig gesperrt werden muss. Bei Bedarf erfolgt dies mit einer Ampelregelung. Wie im Vorjahr machen Arbeiten an den Versorgungsleitungen bzw. die Aufbringung des Endbelags eine Vollsperrung in Kirchberg/Jagst-Gaggstatt, K 2509 von Abzw. L 1040 bis zur K 2510, in der Zeit vom 19.05.2014 bis 31.07.2014 erforderlich. Die Umleitung ist örtlich ausgeschildert.
Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung wies Bürgermeisterin Behr auf die verschiedenen Veranstaltungen hin, die bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 4. Juni in der Gemeinde stattfinden.

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