Gemeinde Wallhausen

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Bericht - 02.04.2003 zurück

In den Baugebieten Untere Heide/Wallhausen und Schwarzer Buck/Michelbach/Lücke steht jeweils die Erschließung eines neuen Bauabschnittes an. Aus diesem Grunde befassten sich die Mitglieder des Gemeinderates mit dem Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung durch das Ingenieurbüro wave GmbH/Crailsheim. Der Technische Ausschuss hatte die Angebote vorberaten und aufgrund der Dringlichkeit durch ein konkretes Bauvorhaben die Arbeiten für die Erschließungsstraße im Baugebiet Schwarzer Buck, 3. Bauabschnitt in Michelbach/Lücke bereits an die günstigste Bieterin, die Firma Steinbrenner/Blaufelden-Wiesenbach, zum Preis von 35.151,02 € vergeben. Dieser Vergabe stimmte das Gremium ebenfalls zu. Für die Ausführung der Tief- und Straßenbauarbeiten im Baugebiet Untere Heide/Wallhausen war ebenfalls die Firma Steinbrenner günstigste Bieterin, die den Zuschlag für 263.163,64 € erhielt. Die Rohrleitungsarbeiten für den neuen Bauabschnitt im Baugebiet Untere Heide/Wallhausen wird die Firma Weller/Blaufelden zum Preis von 16.074,14 € ausführen.

Der Termin für die Einweihung des neuen Feuerwehrmagazins rückt immer näher, was man auch anhand der Tatsache erkennen kann, dass der Gemeinderat über die Vergabe der Herstellung der Außenanlage zu entscheiden hatte. Auch hier war eine öffentliche Ausschreibung erfolgt, die das Architekturbüro Stirn/Crailsheim durchgeführt hatte. Die Gestaltung der Stellplätze an der Ost- und Südseite des Gebäudes war alternativ als Schotterrasenfläche und als durch Rasengittersteine befestigte Fläche ausgeschrieben worden. Da sich beide Varianten als nahezu preisgleich erwiesen, werden die Stellplätze mit Rasengittersteinen befestigt. Auch ein KfZ-Waschplatz mit ölundurchlässigem Belag und Ölabscheider ist in der Maßnahme enthalten, die an die Firma Schneider und Sohn GmbH & Co. KG/Blaufelden-Gammesfeld zur Brutto-Angebotssumme von 87.344,35 € vergeben wurde.

Für Hengstfeld bricht mit dem Anschluss an das Erdgasnetz der EnBW ein neues Zeitalter an, wie Bürgermeister Peter Dietz vermelden konnte. Hatte die Gemeinde Wallhausen bereits beim Anschluss Wallhausens an das Erdgasnetz vor einigen Jahren darauf gedrängt, auch die Teilorte wie jetzt Hengstfeld anzuschließen, so gab die EnBW jetzt ihre Entscheidung bekannt, die Erdgasleitung nach Rot am See und Hengstfeld zu verlängern. Den Bauherren in Hengstfeld bietet sich nun eine Alternative zur Ölheizung. Die Leitung wird vom neuen Feuerwehrmagazin parallel zum Gemeindeverbindungsweg bis zum Neubaugebiet beim Kreuzgäßle in Hengstfeld verlegt. Dieser Leitungstrasse stimmte auch der Gemeinderat zu. Bei aller Freude über die Fortführung der Gasleitung bekräftigte Bürgermeister Dietz den weiterhin bestehenden Wunsch der Gemeinde Wallhausen, dass die Leitung auch nach Michelbach/Lücke verlegt wird. Im Zuge der ebenfalls vom Gemeinderat gebilligten Leitungstrasse nach Rot am See wird auch der Altort Wallhausen mit Brunnenweg, Kirchenweg, Neue Straße, Julius-Wengert-Straße und In den Hofäckern angebunden. Die Hauptleitungstrasse innerhalb von Wallhausen geht von der Hauptübergabestation im Winterhölzle über die Lindenstraße und den Kohlstattweg zur B 290, und verläuft dort auf Seiten der Firma Flurer parallel zur B 290 weiter nach Rot am See.

Viele Monate hat sich die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat mit der Frage befasst, wie das in die Jahre gekommene und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechende Freibad in Wallhausen in die Zukunft „gerettet“ werden kann. Allein eine technische Sanierung ohne begleitende Attraktivitätssteigerung würde Kosten von über 1,5 Mio. Euro verursachen.
Da man hierfür mit keinerlei finanzielle Unterstützung seitens des Landes, Bundes oder der EU rechnen kann, ist eine solche Ausgabe nach einhelliger Meinung für die Gemeinde derzeit nicht verkraftbar.

Eine Lösung zeichnete sich ab, als der Bau einer Naturerlebnisanlage in die Diskussion kam. Eine solche Anlage würde etwa 840.000 Euro, also etwa 50 % weniger als eine technische Sanierung kosten und hätte durch verschiedene Zusatzeinrichtungen eine erhebliche Attraktivitätssteigerung zur Folge. Diese Anlagen finden zudem dort, wo sie verwirklicht wurden allgemein großen Zuspruch.
Der Gemeinderat befasste sich intensiv mit solchen vollbiologischen Badeteichen und kam nach Besichtigung von zwei Anlagen zu der einhelligen Überzeugung, dass dies eine Lösung für unsere Gemeinde wäre. In Wallhausen geht es nicht nur um die Erhaltung einer Bademöglichkeit. Die Badesaison dauert in der Regel etwa 2 bis 3 Monate, danach ist bisher das Badgelände abgesperrt. Dieser Bereich ist durch die starke baulichen Entwicklung vom Randbereich ins Zentrum des Ortes gerückt. Er ist zu wertvoll um nur 2 – 3 Monate genutzt zu werden. In engem Zusammenwirken mit der Bevölkerung – Planvarianten wurden in einer Bürgerversammlung vorgestellt, waren über Monate öffentlich ausgehängt und Anregungen konnten gemacht werden – wurde eine Lösung konzipiert:

Schaffung eines grünen Ortszentrums durch Neugestaltung der Brache als multifunktionaler Naturerlebnisbereich, eingebunden in das Fuß- und Radwegenetz von Wallhausen.

Seit September 2002 bemüht sich die Verwaltung sehr intensiv und mit Leidenschaft bei den zuständigen überörtlichen Stellen um eine Finanzierungsbeteiligung. Dieses Bemühen hat einen bis an die Grenzen der Vertretbarkeit gehenden enormen Zeitaufwand benötigt. Pläne und Kostenvoranschlag wurden mehrmals überarbeitet. Parallell war es der Verwaltung ein wichtiges Anliegen, Akzeptanz bei der Gesundheitsverwaltung zu finden, denn bei der neuen Anlage wird kein Chlor zur Desinfektion verwendet.

Gemeinderat und Verwaltung sind von der Zukunftsfähigkeit der neuen Anlage sehr überzeugt. Auch das Landratsamt und das Regierungspräsidium sind von dem Projekt sehr angetan. Weil die geplante Naturerlebnisanlage mehr ist als Erhaltung einer Schwimmmöglichkeit können wir sehr zuversichtlich sein, mit Hilfe überörtlicher Stellen eine verkraftbare Finanzierung hinzubekommen.

Dazu gehört auch, dass wir alle Möglichkeiten nutzen um die Kosten zu senken, ohne an der Qualität und Attraktivität Abstriche zu machen.

Der Gemeinderat hat dazu einstimmig folgendes Vorgehen beschlossen:

1. Die Baugenehmigung wird kurzfristig beantragt und die Arbeiten werden unverzüglich öffentlich ausgeschrieben. Wir hoffen damit wegen der derzeitigen Konjunkturflaute ein gutes Ausschreibungsergebnis zu erzielen, mit dem zusätzlichen Effekt, dass vielleicht in unsere Wirtschaft Aufträge fließen, die diese bekanntermaßen dringend braucht.

2. Wir führen verschiedene Gewerke, wie Wegebau, Brücke über den Weidenbach, Spielgeräteaufbau durch Einstellung von Saisonarbeitern unter Leitung des gemeindlichen Bauhofes aus.

3. Wir lassen das bisherige Bad die komplette Saison 2003 geschlossen. Dadurch haben wir bereits eine Betriebskosteneinsparung von mehr als 30.000 € .

Über die Auftragsvergabe und den konkreten Baubeginn, kann der Gemeinderat bei diesem Vorgehen unverzüglich nach der Entscheidung über die beantragten Finanzierungshilfen entscheiden. Wir gehen davon aus, dass dies Anfang Juli sein kann.

Es ist unser Ziel, dass die Naturerlebnisanlage Wallhausen dann im Juni 2004 eingeweiht werden kann.

Ein aktuelles Thema, das bereits in mehreren Gemeinderatssitzungen auf der Tagesordnung stand, ist der Bau von Windkraftanlagen. Um das erklärte Ziel der Gemeinde zu erreichen, einer Verspargelung der Landschaft durch über das gesamte Gemeindegebiet verteilte Anlagen regulierend entgegenzuwirken hatte der Gemeinderat schon vor geraumer Zeit die Ausweisung einer Vorrangfläche für Windenergieanlagen im Bereich „Weiberäcker, Fuchsberg und Straßenäcker“ bei Schainbach/Limbach beschlossen, und die Aufnahme in den Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbandes Brettach/Jagst beantragt. Im Vorfeld der entscheidenden Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbands am 9. April im Rathaussaal Wallhausen stimmten die Mitglieder des Gemeinderates der Ausweisung eines Sondergebiets Windkraft im genannten Bereich mit maximal vier Einzelanlagen im Flächennutzungsplan zu.

Die Ortsdurchfahrt Asbach ist bis auf die Vermessungsarbeiten baulich fertiggestellt. Um diese Vermessungsarbeiten kostengünstig durchzuführen und die Grenzänderungen sofort im Grundbuch zu vollziehen, beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates die vom Staatlichen Vermessungsamt Schwäbisch Hall vorgeschlagene Vermessung im Rahmen der Umlegung. Der Grundstückswert für An- und Verkaufsflächen inklusive Vermessungskosten wurde auf 7.- €/m² festgelegt.

Entsprechend den Vorschriften der Eigenkontrollverordnung ist in Schainbach eine Untersuchung der Kanäle auf undichte Stellen erforderlich. Die Ausschreibung der Maßnahme durch die wave GmbH ergab die Firma Rüger Transporte/Merkendorf als günstigste Bieterin, die auch den Zuschlag für 5.294,70 € erhielt.

Der bauliche Zustand der Verwaltungsstelle Michelbach/Lücke ist schlecht. Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates, die dringendsten Reparaturmaßnahmen durchführen zu lassen. So wird der defekte Ölofen im Sitzungssaal ersetzt und die Elektroinstallationen auf den sicherheitstechnisch erforderlichen Stand gebracht. Parallel wird man aufgrund eines Beschlusses des Ortschaftsrats Michelbach/Lücke anderweitig Räume für die Verwaltungsstelle suchen und für das bisherige Gebäude und den Bereich Schlossstrasse insgesamt eine Konzeption erarbeiten.

„Sauberkeit und Blumen machen Freude – Danke Leute“, die gemeinschaftliche Bürgeraktion für eine lebens- und liebenswerte Gesamtgemeinde wird im Jahr 2004 wieder stattfinden, wie Bürgermeister Dietz nach einem Gespräch mit den beiden Ortsvorstehern Dieter Kleinhanß und Roland Jakel mitteilen konnte.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung wurde die Vergabe der Planung für die Straßenbeleuchtung entlang der Hauptstraße in Hengstfeld an die EnBW ODR beschlossen.

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