Gemeinde Wallhausen

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Bericht - 16.12.2009 zurück

Keine Fragen gab es in der Einwohnerfragestunde zu Beginn der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2009. Vertagt wurde die Entscheidung über die Vergabe der Kanalsanierungsarbeiten des Weidenbachsammlers in Wallhausen. Statt der ursprünglich vorgesehenen zweigeteilten Durchführung der Sanierung teils in offener, teils in geschlossener Bauweise wird Dipl. Ing. Ruis vom Planungsbüro CDM Crailsheim die Kosten für die komplette Durchführung in offener Bauweise ermitteln. Der Gemeinderat wird sich mit diesem Thema in der ersten Sitzung des Jahres 2010 nochmals befassen.

In Hengstfeld werden neue Bauplätze erschlossen. Der Gemeinderat vergab die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Zinnhöhe IV, 1. Bauabschnitt, an die Firma Ebert GmbH aus Abtsgmünd-Pommertsweiler zum Preis von 277.370,27 € brutto. Die Firma Ebert war die günstigste Bieterin im durch das Planungsbüro CDM Crailsheim durchgeführten Ausschreibungsverfahren. Im ersten Bauabschnitt werden 10 Bauplätze im Bereich südlich der Turn- und Festhalle entstehen.

Revierförster Karl Kolb erläuterte im Gemeinderat die neue Forsteinrichtung und den Gemeindewaldplan 2010. Die Forsteinrichtung verfolgt entsprechend dem gesetzlichen Auftrag in § 1 Landeswaldgesetz, der in § 13 konkretisiert wird. Die Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktion des Waldes sollen nachhaltig erbracht werden. Die Forsteinrichtung betrifft nur den Staats- und Körperschaftswald, nicht den Privatwald. Im Jahr 2007 erfolgte die Vorbereitung, im Jahr 2008 die Forsteinrichtung mit den Stationen Zielsetzungen, Waldbegehung, Dateneingabe und Fertigstellung. Es wurden u. a. die Holznutzung, Pflege- und Erholungsflächen geplant und auch die Entwicklung der letzten 10 Jahre berücksichtigt. Dieses Werk hat für die nächsten 10 Jahre Bestand. In den letzten 10 Jahren nahm der Gemeindewald um 8,6 ha, davon 4,1 ha Holzbodenfläche, zu. Was die Baumartenzusammensetzung betrifft, gibt es einen hohen Anteil pflegeintensiver Kiefer-Mischwälder. Eine Hutungsfläche bei Limbach soll aufgeforstet werden. Der Hiebsatz in der Gemeinde liegt unter dem Kreisdurchschnitt. Dies liegt daran, dass der Holzvorrat durch die Orkane Lothar und Wiebke sehr geschrumpft ist. Mit der Forsteinrichtung wird angestrebt, den Kiefern-, Buchen- und Lärchenanteil zu reduzieren, einen Douglasienanteil von ca. 5 % zu haben und auch den Eichenbestand etwas zu heben. Die Douglasie verfügt über eine deutlich breitere Temperaturamplitude als die Fichte, was im Hinblick auf die Klimaerwärmung wichtig ist. Auch die Wuchsleistung ist deutlich höher, das Holz deutlich besser und sie hat momentan in Mitteleuropa noch keine natürlichen Feinde.

Auch die Natural- und Finanzplanung des Gemeindewaldes für das Jahr 2010 wurde wie die Forsteinrichtung vom Gemeinderat beschlossen. Der geplante Einschlag beträgt rund 80 Festmeter Holz, das an zwei Orten gefällt wird. Zum einen soll das Gewann Griebe mit 50 Festmeter als Flächenlos vergeben werden, zum anderen 30 Festmeter im Bereich Hengstfeld. An Kulturneuanlagen ist geplant, eine 0,7 ha große Fläche im Bereich Hengstfeld mit 1.800 Eichen, 400 Winterlinden, 20 Nussbäumen und 80 Waldkirschen am Waldsaum zu bepflanzen. Mit dieser Bepflanzung sind die Flächen im Gemeindewald weitgehend bestockt. Weiter sind drei Kultursicherungen und eine Kulturvorbereitung geplant, die im Bereich Erddeponie Limbach liegt. Bei der Flächenlosvergabe soll die Abgabe des stehenden Holzes an Flächenlosnutzer erfolgen, was zwar weniger Erlös bei der Veräußerung bedeutet, es fallen aber auch keine Hiebkosten an. Die Einnahmen hieraus betragen 400.- €. Vorbehaltlich der Genehmigung sind 2.800.- € waldbauliche Förderungen für Pflanzungen eingeplant. Weiter entstehen für Wuchshüllen Kosten in Höhe von 600.- €. Der Abmangel beträgt damit knapp 4.000.- €.

Kämmerer Jürgen Rosenäcker informierte die Mitglieder des Gemeinderates bei der Vorberatung über den Vermögens- und Verwaltungshaushalt über neue Finanzzahlen, insbesondere eine neue Modellrechnung des Statistischen Landesamts. Die Zahlen sind von den negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Bei der Einwohner-Bewertung im Finanzausgleich liegt die Gemeinde zwar höher, was rund 85.000.- € an Mehrzuweisungen bringt, beim Einkommensteueranteil sind aber massive Rückgänge zu erwarten.

Die Gebührenkalkulation im Wasser- und Abwasserbereich ergab unter Berücksichtigung einer Überdeckung im Abwasserbereich aus dem Vorjahr keine Notwendigkeit einer Gebührenerhöhung. In der Januar-Sitzung 2010 wird dann der Haushaltsplan eingehend besprochen.

Anlässlich des Hengstfelder Marktes wurde der Erlass einer Allgemeinverfügung zur Festsetzung eines verkaufsoffenen Sonntags am 10. Januar 2010 beschlossen.

Weiter wurde das gemeindliche Einvernehmen zu den folgenden Bauvorhaben erteilt:

- Neubau einer Hackschnitzelheizzentrale und Betriebserweiterung Lager auf Flst. 158 und 160 Gemarkung Michelbach/L., Leitsweiler Str. 11
- Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage und Geräteraum auf Flst. 931/8 Gemarkung Wallhausen Erikaweg 10
- Errichtung von 3 Dachgauben am best. Wohnhaus auf Flst. 284/47 Gemarkung Wallhausen, Akazienweg 13.

Zu der Bauanfrage zum Neubau einer Holz- und Geräteremise auf Flst. 205 Gemarkung Wallhausen, Crailsheimer Straße 11 wurde grundsätzlich das Einvernehmen der Gemeinde signalisiert, wenn der Bauherr sich mit dem Grundstücksnachbarn hinsichtlich des Grenzabstands in Form einer Baulastübernahme einigen kann.

Auf die Einleitung des Entwidmungsverfahrens des Ortsweges 209 in Hengstfeld und die öffentliche Auslegung sind keine Einwendungen erhoben worden, wie Bürgermeisterin Behr mitteilte. Aus diesem Grunde beschloss der Gemeinderat, dass der Ortsweg entwidmet und verkauft wird.

Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben/ Verschiedenes wurde u. a. folgendes beraten:

Der Förderverein zur Sanierung des ehemaligen Rathauses in Michelbach/Lücke hat beschlossen, dass das Gebäude künftig den Namen Michelbacher Bürgerhaus tragen soll. Der Gemeinderat schloss sich dem an.

Aus brandschutztechnischen Gründen sucht der Betreiber der auf dem Dach der Turn- und Festhalle Hengstfeld installierten Photovoltaikanlage nach einer Lösung für die Abschirmung der Wechselrichter, die bisher im Gebäudeinneren angebracht sind. In Absprache mit dem Kreisbrandmeister wurde die Lösung einer Anbringung der Wechselrichter an der Südseite der Turn- und Festhalle auf Kosten des Betreibers gefunden. Der Gemeinderat stimmte dieser Lösung zu.

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