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Stehende Ovationen für das Heeresmusikkorps
Kategorie: Wallhausen aktuell
 

 

Diszipliniert, aber nicht steif, und dazu äußerst dynamisch und musikalisch ausgefeilt, so lässt sich der Auftritt des Heeresmusikkorps Veitshöchheim im Kulturhaus Wallhausen am 17.10. umreißen.

Wieder einmal ließ Bürgerwache-Kommandant Jürgen Rosenäcker seine Kontakte spielen, um nach dreißig Jahren dieses brillante Orchester nach Wallhausen zu holen – ein würdiger Abschluss des 875-jährigen Dorfjubiläums, wie Bürgermeisterin Rita Behr-Martin in ihrer Begrüßung betonte.

Und alle waren hinterher des Lobes voll, denn das Programm bot allen Freunden der Blasmusik ein Feuerwerk der Tonkunst. Schon beim Aufbau war klar, dass die große Bühne für den Auftritt in dieser sinfonischen Orchesterbesetzung nicht ausreichen würde, denn die nahezu fünfzig Musiker brauchten Platz. Zwei Drumsets, Xylophone, Lyren und E-Piano ergänzten die klassische Besetzung mit Holz- und Blechbläsern, hinzu kamen mit Fagott, Altklarinette und Englischhorn auch Instrumente, die man sonst eher selten hört.

Mit einem Fanfarenmarsch eröffneten vier Trompeter den Abend, bevor Mit Bomben und Granaten ein klassisches Instrumentalstück sowohl tänzerisch-leicht als auch martialisch anmutende Passagen enthielt. Den berühmten Hummelflug  von Rimski-Korsakoff imitierte Christian Klüh auf der Klarinette. In dem 100 Sekunden langen, sehr schnellen Musikstück schaffte er virtuos über 870 Sechzehntel. Die musikalische Reise setzte sich über den großen Teich nach New York fort. Der typisch amerikanische Marsch Manhattan Beach begann sehr elegant und endete zart und verhalten.
Ein Dirigent müsse versuchen, die Musiker weitgehend spielen zu lassen und sie nicht zu stören, merkte Oberstleutnant Roland Kahl scherzhaft an. Und dies gelang meisterhaft bei einer Ouvertüre von Leonard Bernstein, bei der Holz- und Blechbläser im Wechsel sehr akkurat und nuanciert spielten, am Schluss hielt man fast den Atem an. Bei In achtzig Tagen durch die Welt dominierten die Stabspieler und die Schlagzeuger das Orchester, denn bei der wilden Fahrt über Indien, Japan, geheimnisvolle Urwälder und in den Wilden Westen gab es allerhand zu erleben – fantastische Klänge inbegriffen. 

Nach der Pause gab es dann ein Medley aus der Feder von Musical-Papst Andrew Lloyd Webber mit Gänsehaut-Feeling für die Zuhörer bei ineinander verschlungenen Melodien wie Memory aus Cats und der melancholischen Solo-Klarinette. Ebenso dabei war das herzzerreißende Don′t cry for me Argentina aus Evita und andere mehr. Das Horn ruft, die Trompete befiehlt, die Posaune verkündigt, so leitete der Dirigent schließlich Rolling Thunder ein, dem eine schmissige Extra-Einlage der Schlagzeuger folgte. Wo gibt es das sonst, dass herkömmliche Baumarkt-Leitern zum Schlagzeug-Instrument werden und in allen Variationen bespielt werden?

Den Dank von Bürgermeisterin Rita Behr-Martin für diesen wunderschönen Abend griff Oberstleutnant Roland Kahle gerne auf, und statt der erbetenen Zugabe ließ er gleich drei folgen, zum Abschluss das Deutschlandlied, bei dem die Zuhörer gerne mitsangen. 

Ein Dank gilt auch den Mitarbeitern des Bauhofes für den Bühnenaufbau und dem Team der Evangelischen Kirchengemeinde, die sich wieder einmal in der Pause um das leibliche Wohl der Besucher kümmerte. 







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