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Jung, frisch, fröhlich und ganz schön bissig
Kategorie: Wallhausen aktuell
 

Schon die Begrüßung des Publikums durch die Mimin war herzerfrischend: Servus - geht’s eich guat? Und kurz drauf: Mei, jetzt hob i eich aber überrumpelt! Und so unbekümmert, aber dennoch konzentriert verlief dann auch der weitere Auftritt der studierten Grundschullehrerin Christine Eixenberger, die sich aber nach ihrem erfolgreichen Studium beurlauben ließ und nun als Kabarettistin und im Fernsehen für Furore sorgt. Und sie war sich nicht zu schade, am Ende noch Autogramme zu geben und sich unters Volk zu mischen. Selten war das Kulturhaus Wallhausen bei einem Kabarett so gut besucht wie diesmal. Und die Oberbayerin präsentierte sich als Grundschullehrerin überzeugend und zwei Stunden lang äußerst kurzweilig. Dazu half ihr Holger aus dem Publikum, der schon zu Beginn drei Fleißsticker für gute Mitarbeit bekam, vor allem aber Basti, Marinus und  Melissa als Vorzeigeschüler ihrer nicht ganz einfachen Grundschulklasse, die aber zum Glück noch formbar sind. Und eben diese Bengels zwischen Kindergarten und Pubertät machen ihr das Lehrerdasein ganz schön schwer, obwohl sie von sich sagt: Ich bin aber schon abgehärtet und sie ist resolut genug, sich auch gegen Bezeichnungen wie Bastelschlampe zu wehren. Dabei erlernt sie von ihren Zöglingen auch eher lehrplanfremde Dinge wie den getanzten Schuhplattler zur Bayernhymne oder sie liest im Aufsatzheft von Marinus nach, wie der gerade erstandene Toaster mit FC Bayern-Aufdruck auf dem Toastbrot mangels Funktion wieder umgetauscht wurde.

Was wäre Kabarett, wenn nicht auch einige Seitenhiebe verteilt werden? Und diese galten beispielsweise der Studentengeneration Stoiber Edi, die die Mühen eines Bachelor- und Masterstudiums hinter sich bringen mussten, kaum den Fittichen der mütterlichen Fürsorge entwachsen. Und ihre Bemühungen, das Naturbewusstsein ihrer Schüler zu stärken, endete spätestens bei der Exkursion mit dem Bürgermeister, der sämtliche Pflanzenstandorte mit seinen Verkehrsplanungen zunichtemachen will. Und dann wäre noch die Abteilungsleiterin im Kultusministerium zu nennen, deren einziges Bestreben offensichtlich darin liegt, die Junglehrer möglichst heimatfern einzusetzen. Breiten Raum nahm nach der Pause die Frage ein, wie viel Wahrheit ein Grundschüler verträgt. Am Beispiel der Geschlechtserziehung wurde es dann richtig skurril, vor allem wenn das Halbwissen der Schüler im Gegensatz zur Schulbuchdarstellung im Raum steht und ausgehalten werden muss. Wie verkauft man den Schülern, was ein  tätowiertes Hirschgeweih auf dem Rücken einer Frau zu suchen hat, wie geht man mit vulgären Ausdrücken um? Dennoch bricht Eixenberger für ihre manchmal recht verquer daherkommenden Schüler eine Lanze und bedauert höchstens: Kinder wären so etwas Tolles, wenn nur die Eltern nicht wären.

Also bekamen alle ihren Denkanstoß mit: die überbesorgten und die wenig bemühten Eltern, aber auch die zahlreich anwesenden Lehrer und Erzieher. Und garantiert jeder konnte sich in irgendeiner Szene des Feuerwerks wiederfinden, das Christine Eixenberger in Wallhausen  abbrannte.    

 

 

 

 

 

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